Ahnenforschung / Genealogy
Friedrich J. Ortwein


Conrad LÖHRER
ist mein Ur-Ur-Ur-Ur-Urgroßvater ...
... und ich bin damit Kölner der ACHTEN Generation !

Conrad Löhrer (Loerer) wurde um 1705 wahrscheinlich in Lommersum bei Euskirchen geboren.
Er war der Sohn des Conrad Löhrer sen. und der Gertrud Reinartz aus Bliesheim, die in Bliesheim am 18.Januar 1701 die Ehe geschlossen hatten.
Nach Erreichen der Volljährigkeit zog er nach Köln, wo er am 26. März 1729 in St. Christoph die aus Lommersum stammende Petronella Giersberg heiratete.
Am 6.5.1729 qualifizierte er sich als Kölner Neubürger und erlangte das Bürgerrecht.
Conrad Löhrer eröffnete in der Markmannsgassenpforte (1) eine Garküche (2), die er über viele Jahre betrieb.
Das Markannsgassentor (oder -pforte) war für den Warenverkehr ein wichtiger Durchlass durch die Stadtmauer (3) von den Schiffsliegeplätzen am Rhein zur Innenstadt.
Das Tor war mit Wohnraum überbaut. Ob Conrad Löhrer mit seiner Familie dort, also über seiner Garküche, gewohnt hat, konnte noch nicht ermittelt werden.
Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor. Die ersten fünf wurden zwischen 1729 und 1733 in der Pfarrkirche der Anwohner der Markmannsgasse, St. Martin, getauft.
Das sechste Kind wurde 1735 in St. Kunibert und das siebte (1738), achte (1740) und neunte Kind (1743) in St. Severin getauft.
Das läßt darauf schließen, daß die Familie zweimal innerhalb der Stadtmauer umgezogen ist.
Petronella Giersberg starb am 18.6.1771 als Witwe in ihrem Heimatort Lommersum, wohin sie nach dem Tod ihres Mannes zurückkehrte.
Das Sterbedatum von Conrad Löhrer konnte bisher nicht ermittelt werden.


(1) Abb: Ausschnitt aus der Stadtansicht von Woensam 1531
(2) Die Löhrer'sche Garküche in der Markmannsgasse war eine der Mütter aller Rievkochebude, dieser ur-kölschen Institution. Als ob's auf meinen Uropa gemünzt wäre, das kölsch-fatalistische Krätzchen von der Garküche vulgo Rievkoochebud:
"Un wenn jarnix mih flupp
leeven Pitter, leeven Jupp,
dann weet se einfach opjemaat
die Rievkochebud om Aldermaat"
(3) Ausschnitt aus "Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz", 7. Band "Die profanen Denkmäler der Stadt Köln", Düsseldorf 1930, S. 145

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Hintergrund: Ausschnitt aus dem Woensam-Stich von 1531